Sonntag, 16. Juli 2017

Summer in a Jar!


Einen wunderschönen Sonntag, ihr Lieben!
Zwei wichtige Neuigkeiten habe ich heute für euch:

Erstens: Morgen kommt der Sommer zurück.
Zumindest hier in unserer Gegend soll es ab morgen wieder richtig 
sonnig und heiß werden. Was ich echt gut finde, denn ...

A wonderful Sunday to all of you, my dear friends.
I am just popping in to tell you two important news:
First: Summer is back. 
Well at least here in our part, there are going to come hot an sunny days 
from tomorrow on. Quite wonderful news, because ...





... second: My summer vacations are starting tomorrow, yeah!

And that could mean, that I will come back to here more often
with one or another Summer inspiration,
starting today with this little Sunday-Inspiration:
"Summer in a Jar",
a nice little give-away to bring along to Barbecues or garden parties.

Have a wonderful Sunday, my dear friends.
See you soon!
Hugs
Hilda

... zweitens: Ab morgen habe ich Urlaub, yeah!
Und nachdem wir nicht verreisen werden, schaffe ich es vielleicht,
mit der einen oder anderen kleinen Nettigkeit hier vorbei zu schauen.

Heute zum Beispiel gleich mit einer Sonntags-Inspiration:
"Sommer im Glas!"
Ein nettes kleines Mitbringsel zur Strandparty, zum Grillfest, zur Gartenparty.
Einfach ein Einmachglas mit sommerlichen kleinen Dingen füllen,
ein bisschen verzieren, vielleicht noch ein hübsches Schildchen dran
und fertig.

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Sonntag
und hoffe wir lesen uns bald wieder,

Macht es euch fein
Bis bald
Hilda



Mittwoch, 12. Juli 2017

Happy Lavendula! Das Gute-Laune-Kraut!


Lavendula


Guten Morgen, guten Morgen, meine Lieben und herzlich willkommen!
Heute bin ich so unglaublich guter Laune. Das mag wohl daran liegen, dass es in unserem ganzen Haus nach Lavendel duftet. Fast als lebten wir nicht in einem ganz normalen österreichischen Haus in einem ganz normalen österreichischen Dorf. Mit ein wenig Phantasie und geschlossenen Augen fühlt es sich an, als wäre ich in einem provençalischen Masumgeben von malerischen Lavendelfeldern.

Oooooh là là, patatì patatà! Da merkt man mit jedem Atemzug,wie man entspannter und entspannter wird ....

A wonderful Wednesday morning, my dear readers and friends. I am in such a great mood today! Maybe this is because it is smelling from lavender in the whole house. As if we aren't living in a normal Austrian home, in the middle of a normal Austrian street, in a very normal Austrian village. When I close my eyes it is as if I was in a Mas in Provence surrounded by poetic fields of lavender.

Provence
Provence


.... bevor ich hier aber komplett in meine Tagträume versinke, möchte ich euch erst noch zeigen, woher meine gute Laune kommt.

Die letzten Tage habe ich regelrecht in Lavendel "gebadet". Nicht nur, dass ich endlich die heurigen Blütenstände geschnitten und zum Trocknen aufgehängt habe, ich habe auch einen Teil der letztjährigen Ernte verarbeitet.

Ooooooh so realxing. OK! Well! I am sure that is one reason for my excellent mood.
I stood hip-deep in lavender the last days - virtually. Not only that I harvested this years flowers
I also worked with my yields from last year.

Although the dried flowers make a pretty picture in tightly closed jars, there is no way to enjoy the fragrant so. But this aromatic smell it is, what is making us feel so calmed and relaxed. Therefore I sewed some of my last years lavender stock into little sachets, made of old linen.

Lavendel Korb
Lavendel
Lavendelblüten
Lavender in Jars




Die getrockneten Blüten vom Vorjahr geben zwar in ihren gut verschlossenen Behältnissen auch einen recht hübschen Anblick ab, aber von ihrem Duft kann man auf diese Weise nicht zehren. Es ist aber genau dieses Aroma, dass so angenehm und beruhigend auf uns einwirkt. Darum packe ich getrocknete Lavendelblüten am liebsten in feingewebtes Leinen. Leinen und Lavendel sind das provençalische Traumpaar schlechthin.




Lavender Sachet
Lavendel Leinen
Lavendelkissen




Die Aufmerksamen unter euch haben bestimmt schon das kleine Fläschchen bemerkt, dass sich in das eine Bild rein geschummelt hat. Falls ihr euch fragt was das ist? Das ist Lavendelsirup. Es soll ja Menschen geben, die aus Lavendel noch viel viel mehr machen können, als ihn einfach nur zu trocknen, ihn in Leinensäckchen zu füllen und sich dann am Duft zu erfreuen.

Meine Freundin Isabella )* ist so eine. Seit einigen Jahren fabriziert sie - aus purer Freude an diesen Besonderheiten -  aus wirklich allem irgendwas Leckeres.  Gestern brachte sie mir enfach so (und ohne zu wissen, dass ich gerade einen Lavendelpost vorbereite), das Fläschchen Lavendelsirup mit.

You might have seen this little bottle, squeezed in some of my lavenderpicts. That's syrup made from fresh lavender flowers. My dear friend Isabella made it. And it tastes delicious, when you mix it in a glas of Champagne .....


Darum habe ich gestern abend, nach getaner Arbeit, ein Gläschen Prosecco mit Lavendelsirup genießen können.



Lavender Syrup
Lavender Syurp



Oh wie herrlich! Der Lavendelduft um mich herum der feine Geschmack des Lavendel auf meinem Gaumen, Augen zu und schon war ich wieder dort in diesem alten Mas in der Provençe inmitten von malerischen Lavendelfeldern, die bis an den Horizont reichen ....


My dear friends, thank you so much for your visit. I am going to indulge in my lavender dreams a little bit more and I am sending you fragrant greetings. Have a wonderful Summer day!

Hugs
Hilda 


Meine Lieben da draußen, während ich wohl auch heute noch den ganzen Tag ein wenig vor mich hinträumen werde, ich sei in der Provence, wünsche ich euch einen sonnigen Sommertag mit viel Entspannung und schönen Stunden. Lasst es euch gut gehen!

Bis bald
Hilda


)* Isabella bietet seit neuestem ihre Produkte (in sehr geringer Stückzahl) im Raum Linz zum Verkauf an. Nicht als Werbung, sondern für alle unter euch, die das interessieren könnte, hab ich den Link zu ihrer Facebookseite oben schon eingebaut und hier zur Sicherheit nochmal:
https://www.facebook.com/isabellas.mundart/ 



 Verlinkt bei: Loretta's und Wolfgang's Gartenglück

Samstag, 8. Juli 2017

Summer in My Kitchen!



War das ein wundervoller Tag?
Sonnig und heiß - und doch wehte stets ein frischer Wind ....
Sommer pur!

Willkommen zurück, hier auf meinem Blog, meine Lieben da draußen.
Ich habe euch ja einen durch und durch erwachsenen Post versprochen für's nächste Mal.
Bitte sehr! Hier ist er schon. 
Ich zeige euch heute meine sommerlich dekorierte Küche.
Und was gibt es erwachseneres als eine Küche? - Für mich fast nichts.

....

Hello and welcome, my dear friends out there!
We had a wonderful hot and sunny Summer Saturday here in Austria.
I really enjoyed it.
And I totally enjoyed to decorate my kitchen for Summer the last days.
Here it is, my dear friends.
My Summer Kitchen 2017! 

....


Oh!
Wißt ihr, was noch sehr erwachsen ist?
Wenig reden. Zumindest hat man mir das immer gesagt, früher!
Sich nicht in den Vordergrund drängen, die Situation sprechen lassen ...

Gut! Genau das, meine Lieben, mache ich heute.
Schließlich bin ich längst erwachsen. Ich kann das. Ganz sicher!
Hiermit also überlasse ich euch der Bilderflut.












Nur eine gaaaaanz kleine Bemerkung vielleicht, dann bin ich auch schon wieder still.
Habt ihr die Hortensie gesehen?
Ist sie nicht einfach zauberhaft?
Gestern war ich in einem bekannten österreichischen Pflanzenmarkt.
Eigentlich wollte ich eine ganz andere Hortensie (eine weiße nämlich)
für einen ganz anderen Korb (den ihr grad leider nicht sehen könnt ... den ich von ganz lieben Damen vor einer Woche geschenkt bekommen habe und er ist wunderwunderschön)
für ein ganz anderes Zimmer (für das Wohnzimmer, das ihr heute leider auch nicht sehen werdet).
Die weiße Hortensie war schon in meinem Einkaufswagen, als mein Blick auf diese Schönheit fiel.
Sofort wurde die langweilige Weißblütige aus meinem Einkaufswagen entfernt
und ich verließ mit dieser traumhaft schönen, nostalgischen, grün-blau-grau-schattierten Herrlichkeit den Markt. 
Und weil ich grad so gut drauf war und so ein hübsches Teil im Kofferraum hatte,
fuhr ich auch nicht sofort nach Hause, 
sondern stattete noch dem gegenüber liegenden Einkaufszentrum einen Besuch ab.
Eine bekannte Dekoshop-Kette hat dort eine Filiale und die war mein Ziel.
Ohne echte Kaufabsichten schlenderte ich durch das Geschäft und da war er plötzlich - dieser Korb.
Er war vollgeräumt mit Zeugs, das man kaufen konnte, aber ich hatte nur Augen für ihn.
Er war perfekt! Perfekt für meine neue Hortensie!
Also, einfach all das andere kaufbare Zeugs raus geräumt und ab damit nach Hause ...
Das war es, was ich euch nur rasch erzählen wollte - schließlich passiert einem das nicht alle Tage, oder? 
Eine traumhaft schöne Pflanze UND gleich den perfekten Korb dazu? ....
 Nun aber lass ich euch auch wieder - völlig unbehelligt - die Bilder genießen.

....


Halt!
Eines noch!
Das Kissen?
Ha?
Ist es nicht zauberhaft?
Es ist handgemacht!
Zumindest handbedruckt!
Auch ein Geschank von den ganz lieben Damen. Er war in dem Korb, den ihr leider nicht sehen könnt.
Gemeinsam mit einer Kuscheldecke (die ihr leider auch nicht sehen könnt)
und einer wunderschönen Laterne mit Jeans-Fisch (die ihr beide nicht sehen könnt, hmmm, vielleicht sollte ich mal einen wortlosen Post DARÜBER schreiben ....).
Aber das Kissen - es passte einfach so wunderbar zu meiner Betonvase auf der Treppe - es dürfte gleich dort bleiben. Darum könnt ihr wenigstens das Kissen sehen.
Das wollte ich nur kurz los werden - es erschien mir einfach wichtig - aber nun ....
weiter mit der sommerlich dekorierten Küche ... ganz ohne Worte ... 





Nuuuur eines noch .... 
alles andere, das ihr hier seht,
mit Ausnahme der Hortensie und dem Korb und dem Kissen
alles andere hatte ich in den Tiefen meiner Deko-Kisten gehortet.
Hatte ich in den letzten Jahren Stück für Stück gesammelt und zusammengetragen
und nun passt irgendwie alles recht gut zusammen .... nicht wahr?

Bin schon wieder still.








Pssst!
Lasst euch nicht stören, aber ich MUSS das einfach los werden:
Der Rebenkranz! Und die getrocknete Hortensienblüte! Und der Seestern! -
Alle Teile für sich nicht grade DIE Hingucker.
Aber heute treten sie zum ersten Mal gemeinsam auf! 
Und das liebe ich einfach!
Wenn eines zum anderen kommt, so ganz zufällig und gemeinsam ein völlig neues Bild ergibt ...




 That's it! I hope you enjoyed the pictures as much as I loved to put all the things together.
Most of my decoration items I already had in my basic - there are only a few things - especially the plants - that I bought new this year.  

Thank you, my dear friends, for stopping by and visiting my blog.
And thanks a lot for all your amazing comments. I really enjoy reading them!
Have a wonderful weekend!

Hugs
Hilda 




Okay, meine Lieben. Das war's!
Wir haben es geschafft.
Ihr und ich!
Ein richtig erwachsener Post, oder?
Und ich hab mich verbal total zurück gehalten .... war gar nicht so schwer!

Und wir gewinnen alle!
Ihr, meine lieben Leser müsst euch nicht mit soviel Text herumquälen
und ich muss nicht lange überlegen, in welche Geschichte ich meine Bilder packe.
Das machen wir das nächste Mal gleich wieder so! Oder?

Und bis dahin,
ein lieber und genauso kurzer Abschiedsgruß!

Macht's gut
bis bald
und alles Liebe!

Eure Hilda



































OK! Das hat ja ganz gut geklappt! Puh! Aber worüber schreibe ich (oder besser gesagt, schreibe ich nicht) beim nächsten Mal. OK! Brainstorming! Terrasse wäre mal wieder ein schönes Thema, schließlich ist Sommer - und all die herrlichen lauschigen Abende, die wir jetzt draußen verbringen können. Zwischen all den mediteranene Kräutern und Kübelpflanzen. Oder doch lieber wieder das Wohnhimmer? Nä! Das hatten wir doch schon so oft. Das interessiert ja keinen mehr. Mein Werk ... Schrägstrich ... Bastel .... Schrägstrich ... Stickzimmer wäre mal was. Den Damen hat es auf jeden Fall gefallen, letztens. Hui, da muss ich aber unbedingt noch aufräumen. Und Fenster putzen. Und was von den vielen Sachen weg räumen, sonst sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Oder vielmehr den Raum vor lauter Bastelklumps. Vielleicht doch lieber ein Gartenpost. Nur gibt der Garten nicht so viel her zur Zeit ... außer Lavendel und Lavendel und - was war da noch, ach ja Lavendel ... Hortensien auch, aber die waren ja zur Genüge grad in diesem Post. Obwohl ....

... ohje! Die Tastatur war ja noch an. Wie peinlich, wie peinlich, wie unangenehm. Was mach ich denn jetzt?
Vielleicht hat es ja keiner gemerkt. Ich steck einfach meinen Kopf zwischen die Schultern, pfeife ein unschuldiges Liedchen und mache mich vom Acker. Ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff   fffffffffffffffffff ffffffffff .................
verd....... - ich kann ja gar nicht pfeifen. Ich puste und puste und kein Laut kommt dabei raus. Nicht einmal ein Hund könnte das hören. Darum kommt auch Ginger nie, wenn ich pfeife ...... okay ...... ich könnte mir auch eine Schiedsrichterpfeife in den Mund stecken und losträllern und sie würde nicht kommen. Alle Hunde der Umgebung würden schon devot vor mir "Sitz" machen und sie würde immer nicht in die entgegengesetzte Richtung laufen .... aber was wollte ich den eigentlich jetzt? Ach ja! Abhauen! Am besten ich schalte jetzt einfach den Computer aus .................
















 

Mittwoch, 5. Juli 2017

As Long as There are Poppies ...



"... solange es den Klatschmohn gibt, wird das Leben weiter gehen ...", Sohrab Sepehri


"Life should go on, as long as there are poppies", Sohrab Sepehri








Guten Morgen, meine Lieben da draußen!
Wer von euch ist, genau wie ich, Anhänger des englischen Gartenstils?
Wer noch, außer mir, liebt fein aufeinander abgestimmte Farbkombinationen 
in rosa, blau und weiß?

Good morning, my dear friends!
Are there any lovers of the English garden-style among you out there?
Anyone else, who loves borders in soft color combinations of pink & blue & white?





 


Yes?
Well, then you may know that special feeling:
In the middle of the border carefully planted in tender cool colors
one bright red flower!
Like a slap in your face! Wham!

 Ja?
Oh, dann werdet ihr das Gefühl sicher kennen:
Mitten in euren zart rosé-angehauchten Pflanzungen im silbriggrünen Bett
plötzlich eine Gruppe knallroter Blüten!
Wie ein Schlag ins Gesicht! Klatsch!

Doch, obwohl der Anblick dem so lange trainierten Auge beinahe fühlbar weh tut,
regt sich da etwas ganz ganz tief in der Seele:
Es sind Erinnerungen an die Sommer von damals.
An die herrlichen Tage, als ihr ganz oben auf dem Heuwagen gesessen seid,
eure nackten Füße lustig runter baumelten
und ihr an Kornfeldern vorbei fuhrt, in denen sich rote Punkte sanft im Wind wiegten.
An jene Tage, an denen ihr später nochmal zurück gelaufen seid,
um einen Strauß jener Blumen zu pflücken,
die in euren Augen von damals, die herrlichste Farbe der Welt trugen.
Oder, wenn ihr das selber niemals erlebt habt,
so sind diese Bilder da - aus einem eurer  Kinderbücher vielleicht
oder aus einem Film, der im Ferien-Schlechtwetterprogramm lief
oder zumindest einem alten Werbespot.
Auf jeden Fall, ganz bestimmt, sind sie da!
Und auf einmal ist dieser knallrote Stilbruch sympathisch, fast schon entzückend  ...

But - only a short time later - after the first shock has subsided
old memories are rising.
Memories of hot Summers and fragrant hay and rippling golden grain fields with many red dots popping out of the gold.
Memories of the many bouquets of these flowers you tried to carry home
and the frustration about the fact, that there were almost no flower petals left, 
when you finally arrived.








Well .... maybe not everybody feels like that, at the sight of a red poppy flower,
but I do!
Year by year!
And year by year I am in a dilemma, when I see one of the red flowers:
Leave it or weed it ...

Na gut!
Möglicherweise erlebt diesen Gemütszustand nicht jeder
beim Anblick von Klatschmohnblüten im eigenen Garten,
aber mir geht es so.
Jahr für Jahr!
Und Jahr für Jahr spüre ich kurz eine innere Zerrissenheit, wenn ich sehe,
dass zwischen meinen rosaroten Rosen und hellblauen Storchenschnäbel eine rote Blüte erscheint:
Ausreißen oder stehen lassen ...


Dies ist in Wahrheit nicht die einzige Gegensätzlichkeit, 
die diesem knallrotesten "Unkraut" der Welt innewohnt:
Auf filigranen silbriggrünen Stielen
balancieren hauchdünne seidig-rote Blütenblätter.
Selbst der kleinste Windhauch bringt sofort Bewegung in diese elfenhaften Blume!
Und wird die Bewegung heftiger fallen gleich die Blütenblätter.
An manchen windigen Tagen ragen in meinem Garten abends nur noch die zarten Stiele in die Luft - entweder mit einer Samenkapsel oder einer Knospe dran.
Doch schon am nächsten Morgen ist der Garten wieder übersät mit roten Blüten.
Denn: So zerbrechlich der Klatschmohn auch wirkt,
er ist dennoch von erstaunlich robuster Natur.








Schon seit mehreren Tausend Jahren begleitet diese Blume die Menschheit,
manche Forscher behaupten sogar, seit der Steinzeit.
Seit Beginn des Ackerbaus, so heißt es, werden die Samen 
- zusammen mit der Getreidesaat - in der ganzen Welt verbreitet.
Zumindest bis Mitte des vorigen Jahrhunderts.
Dann begann der Mensch seine Getreidefelder mit der chemischen Keule zu bearbeiten
und nahm damit dem Klatschmohn seinen natürlichen Lebensraum.
Beinahe hätte diese so alte Wildpflanze das nicht überlebt.
Nun, beinahe!


Waren jahrzehntelang diese roten seidigen Blüten nur noch selten zu sehen,
sind sie heutzutage wieder weiter verbreitet.
Die findige Blume hat sich Ausgleichsflächen gesucht
und besiedelt nun frisch aufgeschüttete Straßenböschungen,
Schuttplätze, Baustellen ....
... und natürlich private Gärten.
Wo immer der zarte Samen eine freie Fläche findet,
lässt er sich nieder.








 Die Loki Schmidt Stiftung hat den Klatschmohn zur "Blume des Jahres 2017" ernannt.
Damit soll der auffällige Sommerblüher als Mahnmal dienen (einmal mehr ....). 
Dieses Mal stellvertretend für alle Ackerwildblumen, die durch die exzessive Bewirtschaftung
ihren Lebensraum verloren haben und nun vom Aussterben bedroht sind.

Und aus all diesen Gründen, bin ich glücklich, 
dass sich diese Wildblume meinen Garten ausgesucht hat,
um sich hier anzusiedeln.
Natürlich darf sie weiterhin wachsen und gedeihen und vermehren ...
Und wo immer sie auch aufgehen mag, dort darf sie blühen.



Since decades of years, the Read Poppy (Papaver rhoeas) is losing more and more its natural habitat. A German fondation - the "Loki Schmidt -Foundation" appointed the Red Poppy to the 
"Wildflower of the Year 2017".
Therefore, it makes me all the happier, that this flower has chosen my garden as one of its habitats.
And of course, I will farther let it grow ...  

Have a wonderful rest of the week, my dearest friends.
Thank you for spending some of your time to my blog 
and thank you even more for leaving a comment!

Hugs
Hilda



Ich hoffe, meine Lieben, ihr nehmt es mir nicht übel,
dass ich schon wieder "Kindheitserinnerungen" bemühe,
aber momentan ist mein ganzer Garten voll davon ...
Danke für euer Kommen und für die vielen lieben Kommentare zu meinem Kirsch-Post.
Beim nächsten Mal werde ich wieder vollkommen aus meinem Erwachsenenleben plaudern,
versprochen!

Lasst es euch bis dahin gut gehen,
genießt die paar sommerlichen Tage, auf die wir geradewegs zusteuern
und macht es euch an eurem Lieblingsplatz gemütlich - am besten inmitten von blühenden Wildblumen ...

Bis bald
Hilda
 







Samstag, 1. Juli 2017

Big Harvest for a Little Cherry Lover


 Einen wunderschönen Samstagmorgen, meine Lieben.
Wie wäre es? Mögt ihr eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit hören?
Eine wahre Geschichte?
Es ist eine  Geschichte, an die ich mich selber nicht mehr erinnern kann,
die mir aber meine Mutter oft und oft erzählt hat.
Und heute ist mir danach, sie euch zu erzählen ...


Welcome, my dear readers and friends on this Saturday morning.
I hope you are all having a wonderful weekend.
Please excuse, that the following story is not translated into English
I am telling a story from my very early childhood and I am afraid that my English skills are not good to bring it all to the point of it.
But I really hope you, my dear English speaking friends will enjoy the pictures though.
It is all about a little girl and her love for cherries .... 






Die ersten Jahre meiner Kindheit verbrachte ich in einem sehr alten kleinen Steinhaus
 am Rande eines großen Waldes.
Das Haus haben meine Großeltern gekauft, kurz nachdem sie geheiratet hatten.
Es hatte genügend Land, um darauf ein paar Kühe, Schweine und eine Schar Hühner zu halten.
Und es hatte einen Obstgarten.
Genug also, um eine Familie mit dem Nötigsten versorgen zu können.
 Meine Großmutter war eine sparsame und bedächtige Frau. Aber für nahrhaftes und gutes Essen
hatte sie viel übrig - und sie liebte Kirschen!

Der Tag, an dem sie und ihr frisch gebackender Ehemann das kleine Anwesen zum ersten Mal besichtigten, war ein strahlend schöner Frühlingstag.
Und all die Kirschbäume rund um das Häuschen standen in voller Blüte.
Bei diesem Anblick wusste meine Großmutter sofort:
DAS war das richtige Haus für sie und ihre zukünftige Familie.




... and the very first mentionable cherry harvest here in my new garden.

Jahre später wohnten  meine Eltern, mein jüngerer Bruder und ich,
gemeinsam mit meiner Großmutter in dem alten Haus.
Und der Obstgarten war immer noch voller Kirschbäume.

In dem Sommer, in dem ich zwei Jahre alt geworden war, trug einer der jungen Bäume das erste Mal
große rote saftige Kirschen.
 Meine Mutter entdeckte die Früchte, während wir Kinder unser Mittagsschläfchen hielten.
Sie pflückte eine Handvoll und legte sie in eine Schüssel in der Küche, mit der Absicht,
sie uns als kleinen Nachmittagssnack anzubieten, sobald wir aus dem Schlaf erwacht waren.
Wir wuchsen in sehr einfachen Verhältnissen auf und es war damals ganz normal, dass man mit seinen Kindern in einer verniedlichenden Babysprache redete. So war alles, was süß und lecker war, "guzzi".
Und alle Früchte und Beeren, die klein genug waren, dass man sie in einem Stück in den Mund stecken konnte,
hießen bei uns "Beeli".




Als ich an diesem Sommertag als erste erwachte, zeigte mir meine Mutter die Schüssel
mit den ersten Kirschen
und sagte: "Schau mal, Hildi, guzzi Beeli!"
Sie gab mir ein paar davon und ich war so begeistert von dem Geschmack,
dass ich nach noch einer verlangte.
Und dann nach noch einer. 
Eigentlich wollte meine Mutter die Hälfte für meinen jüngeren Bruder aufheben,
doch meinem beharrlichen Drängen konnte sie sich auf die Dauer nicht widersetzen.
Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass auf dem Bäumchen noch einige Kirschen standen,
gab sie mir schließlich alle aus der Schüssel.
Sie wollte die restlichen später pflücken, wenn mein Bruder aus seinem Mittagsschlaf erwacht war.
Die wenigen Kirschen waren rasch aufgegessen und meine Mutter zeigte mir die leere Schale: "Schau, nix mehr drin. Alles lala" (lala ist übrigens Babysprache für leer).
Beim Anblick der leeren Schüssel hörte ich auf, nach mehr zu verlangen und trabte davon.
Raus in den Garten, um glücklich und zufrieden zu spielen
- so zumindest dachte meine Mutter und ging wieder ihrer Arbeit nach.








Aber, oh! Wie hatte sie sich in ihrer kleinen Tochter getäuscht.
Es dauerte keine fünf Minuten und ich kam aufgeregt wieder angelaufen,
nahm meine Mutter bei der Hand und zog sie direkt zu dem kleinen Kirschbaum. 
Stolz und strahlend glücklich, zeigte ich auf die leuchtend roten Früchte am Baum und verkündete,
 mit der Inbrunst der Entdeckerin:
 "Hab i scho gfundn, guzzi Beeli!"

... und ich gab keine Ruhe, bis meine Mutter jede einzelne der Früchte vom Baum geholt und ich sie alle aufgefuttert hatte.






 Das alte Steinhäuschen von damals steht schon lange nicht mehr an seinem Platz und auch die Kirschbäume sind mittlerweile alle verschwunden.
Was aber geblieben ist, meine Lieben da draußen, ist meine Liebe zu Kirschen
und die unbändige Freude darüber, dass mein eigener kleiner Kirschbaum heuer
so viele Früchte trug ...

... und auch, dass ich nicht aufgehört habe zu essen,
bis sie alle aufgefuttert waren!

Meine Lieben, ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende,
genießt die Abkühlung und macht es euch fein.
Danke für's Vorbeischauen
und vor allem für eure lieben Kommentare!

 Thanks for your visit and your wonderful comments, my dear friends out there.
Hugs
Bis bald
Hilda



Verlinkt zu: Gartenglück

Mittwoch, 28. Juni 2017

My Roses! My Heros!


"Die Rose ist ohne Warum.
Sie blühet weil sie blühet.
Sie achtet nicht ihrer selbst.
Fragt nicht, ob man sie siehet."
                    (Angelus Silesius)



Kletterrose "Heinrich Blanc"

Ach ich wünschte, ich könnte so sein, wie meine Rosen.
So unglaublich unbeeindruckt von allem, was um sie herum geschieht.
Die schwarzen Gewitterwolken, die sich bedrohlich am Horizont zusammenbrauen,
sie sind ihnen nicht wichtig.
Noch nicht einmal die Tatsache, dass der dunkle Himmel sie noch schöner
und noch strahlender erscheinen lässt,
kümmert sie.


Kletterrose "Billet Doux"
Rechts: Rose "Billet Doux" mit Klatschmohn, Links: Rose "Princess Alexandra of Kent"


 Ach ich wünschte, ich könnte so sein, wie meine Rosen.
So unglaublich unberührt von den Verletzungen,
die raubende ausbeuterische nimmersatte Gesellen ihnen zugefügt haben.
Solange auch nur eine ihrer Wurzeln in der Erde fußt
und solange daraus Nahrung und Wasser bis an die Triebspitzen gelangen kann,
wird alles gegeben und es wird geblüht, geblüht, geblüht.


Rose "Princess Alexandra of Kent"
Rose "Boscobel" mit Klatschmohn und Kronen Lichtnelke (Silene coronaria) im Hingergrund


Da werden Verbindungen eingegangen,
die man nie im Leben als passend erachtet hätte.
Da werden Bilder gemalt in Farben,
von denen man nie gedacht hätte,
dass diese Gegensätzlichkeit so anregend sein könnte.
So unprätentiös.
So unvoreingenommen.



  unbekannte Wildrose (vielleicht Rosa multiflora)


Da wird die Einfachheit gebündelt zu einer Prachtentfaltung,
die sich kaum in Worte fassen lässt.
Und völlig ungeachtet der Tatsache, dass sie nur von so kurzer Dauer ist.



Rose "New Dawn"
Rose "Geoff Hamilton"


Ach ich wünschte, ich könnte so sein wie meine Rosen,
ohne Bitternis über das was war,
ohne Furcht vor dem was kommen mag,
ganz uneingeschränkt im Jetzt
und glücklich mit dem, was ist.





Bis bald
Eure Hilda